Bardino

Majorero Canario - Hütehund der Kanaren

 
 

Eigene Erfahrungen mit Bardinos

 

Da ich bereits seit Jahrzehnten im Tierschutz, heute besonders im Auslandstierschutz, tätig bin, habe ich viele Begegnungen mit Hunden und konnte viel über sie lernen. Ich bin verschiedenen Tierschutzvereinen von den Kanaren bei der Vermittlung von Hunden behilflich.


Natürlich liegen mir "meine" Bardinos besonders am Herzen! Sogar so sehr, dass ich jahrelang für mein Bardino-Buch auf den Kanaren recherchierte und schließlich alles zusammentrug, was man als Bardino-Besitzer wissen sollte.


In meinem Buch beschreibe ich nicht nur die Rasse "Bardino", sondern gebe auch Tipps in puncto Auslandshund und erzähle die Geschichte dieser beeindruckenden kanarischen Hunderasse.

Spätestens nachdem Sie das Buch gelesen haben, werden auch Sie von dem “Bardino-Virus” infiziert sein!


Wer einmal einen Bardino in der Sonne liegen sah - und das Fell des Bardino auténtico schimmert bei einem bestimmten Sonnenlichteinfall wirklich grünlich -, wird den Anblick nie vergessen. Ich war richtig euphorisch, als ich vor vielen Jahren auf Lanzarote bei einem Ziegenbauern meinen ersten "grünen“ Hund sah!


Es ist schon faszinierend, wie sich die typische Stromung in den Mischlingen durchsetzt, wenn einmal ein Bardino beteiligt war.


Wir schätzen unsere Bardinos und ihr Wesen wirklich sehr. Sie sind, obwohl sie in ganz unterschiedlichem Alter zu uns kamen, absolut kinderlieb und sehr anhänglich, sie blieben von Anfang an problemlos alleine und lernten schnell. Diese Hunde sind sehr dankbar und würden alles für uns tun. Wir sind uns ihrer Liebe gewiss und geben ihnen an Zuwendung und Fürsorge, was sie in der Zeit ihres Lebens auf der Straße oder an der Kette vermissen mussten.


Bardinos sind Fremden gegenüber oft misstrauisch, aber genau das ist es, was ich an diesen Hunden schätze. Unser Grundstück und Haus wird tadellos von ihnen bewacht. Gerade nachts sind die Hunde "hellwach". Wer einmal das tiefe Knurren eines warnenden Bardinos gehört hat, wird es so schnell nicht mehr vergessen!


Der Bardino braucht, genau wie alle anderen Hunde, eine konsequente und liebevolle Erziehung. Ich warne jeden zu glauben, der Bardino sei ein Hund, den man nach ein paar Tagen von der Leine lassen kann. Solange ein Hund nicht seinen Namen kennt und keine Grundkommandos wie: SITZ! PLATZ! BLEIB! HIER! FUSS! beherrscht, sollte jeder Hund an der Leine bleiben.


Einen Hund in einem Wald oder an einer befahrenen Straße frei laufen zu lassen, halte ich persönlich für grob fahrlässig. Es sei denn, man hat den Hund so gut erzogen, dass man ihn aus jeder, aber auch wirklich jeder Gefahrensituation abrufen kann. Das kurze Glück in Deutschland kann durch einen Autounfall schnell beendet sein! Daher bitte erst erziehen, dann von der Leine lassen und jeden Tag konsequent mit dem Hund üben. Beenden Sie die Übung immer mit einem positiven Erlebnis für den Hund. Bitte bedenken Sie: Das wahre Gesicht eines Hundes zeigt sich immer erst nach circa sechs Wochen, ob er aus einem Tierheim, einer Pflegefamilie oder vom Züchter stammt. Dies ist bei ALLEN Hunden so!


Ich rate bei Bardinos ganz klar zur Kastration, wenn sie nicht, wie auf Fuerteventura, als reinrassige Bardinos zur Zucht eingesetzt werden. Das Leben mit einem kastrierten Hund ist einfach leichter als mit einem unkastrierten Tier. Außerdem hört das ständige Markieren der Rüden auf.


Bardinos bekommen relativ früh eine ergraute Schnauze. Lassen Sie sich bitte nicht davon täuschen, meist sind die Hunde jünger, als sie aussehen!


Was ich auch noch ganz faszinierend finde: Bardinos neigen dazu, an anderen Hunden zu "knabbern". Dies ist etwas ganz arg Liebes von Seiten der Bardinos, und manche Bardinos machen das auch schon mal bei ihren Menschen; man fühlt sich dann wirklich "angeknabbert" oder "zärtlich gezwickt". Sehen Sie es als einen Liebesbeweis an, denn nichts anderes ist es!


Meine Familie und ich empfinden die Bardinos als sehr angenehme Zeitgenossen und wir würden uns immer und immer wieder für diese Rasse entscheiden, denn sich für einen Bardino oder einen Bardino-Mischling zu entscheiden, ist immer eine gute Wahl!!


Diese Rasse können wir alle von ganzem Herzen nur empfehlen.




Jedes Tier und jeder Mensch hat eine Geschichte,
die es wert ist, erzählt zu werden.
Manche sind zeit ihres Lebens immer im Schatten und treten nie ins Licht und
manche wachen auf der Sonnenseite des Lebens auf.
Wer die Augen offen hält, sieht beide...

(Anja Griesand)




WICHTIG:
Eine Veröffentlichung dieses Textes, wenn auch nur auszugsweise, bedarf immer der schriftlichen Genehmigung des Urhebers!
Dies beinhaltet auch die Veröffentlichung der gezeigten Fotos!
Die Quelle des Textes/Fotos muss immer genannt werden (Anja Griesand - www.bardino.de).