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Die RAD -
Pitbullgesetz in Holland wurde aufgehoben 
Nicht nur für
die Halter der 180 noch beschlagnahmten Hunde
ein Grund zur Freude.
An der Übersetzung
des 109 Seiten Starken Papiers der Kommission
der Weisen, welches zur Abschaffung der Regelung
führte wird noch gearbeitet. Es ist eine
umfassende Arbeit zum Thema gefährliche Hunde,
die nach 15 Jahren der Anwendung, zu dem Schluss
kommt, daß der rassespezifische Ansatz nicht zu
einer Verminderung der Beißvorfälle geführt
hat.
Auch hier wird wieder bestätigt, dass die
meisten Unfälle im privaten Umfeld der
Hundebesitzer passieren und nicht auf öffentlichen
Straßen. In einem Bereich also, in dem der
Gesetzgeber eigentlich gar nichts regeln kann,
weil das Gefahrenabwehrrecht für den öffentlichen
Raum gilt. Zudem führt auch die Auswertung ärztlich
behandelter Beissunfälle nicht zu dem Ergebnis,
dass die "pitbullartigen" nicht häufiger
zu beissen als Hunde anderer Abstammung.
Presseberichte auch hier: http://menschen-tiere-werte.de/
Hier ein paar Auszüge aus dem Bericht der
Kommission der Weisen:
Zwischen 1. Januar 2000 bis Mitte 2007:
Beschlagnahmungen aufgrund der RAD 1.937
Pitbullartigen
Zwischen 2003 und 2007 Beschlagnahmungen
aufgrund Verwaltungsrecht: 90
für Menschen 1,2 tödliche Beissunfälle pro
Jahr zwischen 1982 - 2006 ohne Veränderung seit
Einführung der RAD
Im Mittel 230 Krankenhaus-Aufnahmen aufgrund von
Beissunfällen zwischen 1986 und 2005, ebenfalls
ohne Veränderung durch die RAD
Gleiches gilt für ambulante ärztliche
Behandlungen durch Hausärzte oder Notaufnahmen.
Etwa 150.000 Niederländer werden jährlich
durch Hunde gebissen, wobei der Großteil (66%)
der Bisse nicht ernster Natur ist. Etwa 50.000
der Beissopfer suchen um Behandlung ihrer
Verletzungen an.
Kinder unter 5 Jahren machten zwischen 1982 und
2007 etwa 20 % der Beissopfer aus, wobei diese
Gruppe lediglich einen Anteil von 6,5 % der Bevölkerung
ausmacht. Die Art der Verletzungen ist anders
als bei den Erwachsenen: Kinder werden vor allem
ins Gesicht gebissen, während Erwachsene
vorwiegend in Arme und Beine gebissen werden.
Dies deckt sich mit Veröffentlichungen anderer
Länder (USA, Canada, Österreich, Italien).
Sterbefälle bei Kindern sind größtenteils
aufgrund der Verletzungen bedingt, während sie
bei Erwachsenen vor allem durch Infektionen
verursacht werden.
29 Todesfälle während der letzten 25 Jahre,
davon 14 Kinder. 9 der 14 Kinder wurden von
einem Hund des eigenen Haushalts gebissen, bei
der Hälfte der Vorfälle mit Minderjährigen
war kein Erwachsener anwesend.
Bei sehr vielen Beissunfällen ist die Rasse des
Hundes nicht erfasst. Von 12 Beissvorfällen mit
tödlichem Ablauf ist die Rasse oder der Typ des
Hundes bekannt. In drei Fällen betraf dies
Hunde vom Typ Pitbull-Terrier (da dies 3 Kinder
waren, müssten das die drei Kinder gewesen
sein, die zur Erlassung der RAD geführt
haben!!!), in 2 Fällen betraf es Rottweiler,
die übrigen 7 wurden von verschiedenen Rassen
verursacht: Belgischer Schäferhund, Bouvier des
Flandres, Jack Russel Terrier, Mastino
Napoletano, Bernhardiner, Sibirischer Husky und
ein Mischling.
Aus dem Bestand der Datenbank Blueview [Anm. d.
Übers.: Datenbank für mündliche
Verhandlungen] sind 404 Beissunfälle von 385
Hunden aus dem Zeitraum 2001 - 2008 untersucht
worden. Von 250 Hunden war die Rasse bekannt,
bei 72 unbekannt, die übrigen 63 Hunde waren
Kreuzungen. Die Liste wird vom Pitbull Terrier
angeführt, die für 80 der 385 Vorfälle (21%)
verantwortlich waren. Andere häufig genannte
Rassen waren der American Staffordshire Terrier,
der Rottweiler, die Amerikanische Bulldogge,
Bordeauxdogge, Dobermann, Belgischer Schäferhund,
Weisser Schäferhund und Bouvier.
Aus dem Gebiet Rotterdam konnten 37 Dossiers aus
dem Zeitraum 2000 - 2006 untersucht werden, wo
die Rasse/der Typ des beissenden Hundes
festgestellt war. Mehr als die Hälfte der
Beissvorfälle (26 = 63 %) kam durch Hunde des
Typs Pitbull Terrier zustande. Andere Rassen
folgten mit großem Abstand: 3 Belgische Schäferhunde,
4 Mischlinge [...].
In beiden Datenbanken unterscheiden sich die
Anteile ernsthafter Beissunfälle. In Blueview
waren dies 93 der 404 Vorfälle (23%), in
Rotterdam mehr als die Hälfte mit 55% der 37
Opfer. Sowohl in Blueview als auch in Rotterdam
war der Anteil ernsthafter Verletzungen durch
Pitbull Terrier nicht höher als durch andere
Rassen/Typen.
In einer dritten Datenbank von TNS NIPO sind
sowohl Daten über den Bestand als auch über
Beissvorfälle geführt. Aufgrund dieser Daten
wurde ermittelt welche Hunde überdurchschnittlich
häufig beissen. Die Liste wird vom Weimaraner
und dem Airdale Terrier angeführt. Der Pitbull
Terrier kommt in dieser Übersicht nicht vor,
weil es keine durch die FCI anerkannte Rasse
ist, aber sein naher Verwandter American
Staffordshire Terrier ist genannt. Diese Rasse
steht an achter Stelle direkt hinter dem
Rottweiler. Andere Rassen/Typen die die aufgrund
ihres geschätzten Vorkommens von Beissvorfällen
betroffen sind, sind der Leonberger, der
Dalmatiner, der Dobermann, der Border Terrier,
der Deutsche und der Belgische Schäferhund, der
Bouvier und der Jack Russel Terrier.
Aus dieser Quelle ergeben sich unterschiedliche
Anteile der Rassen, was zunächst verwirrend
ist, aber die Übersicht betrifft
unterschiedliche Arten von Unfällen. Die tödlichen
Unfälle ereigneten sich fast ausschließlich in
privater Umgebung mit Kindern als Opfer. Die
strafrechtlichen Vorfälle ergaben sich hauptsächlich
in der unmittelbaren Umgebung, wo vor allem
Erwachsene gebissen wurden. Die Untersuchung der
öffentlichen Vorfälle betrifft wieder die
private Umgebung, aber hier liegt die Mehrheit
der gemeldeten Unfälle bei leichten
Verwundungen die keine medizinische Vorsorgungen
erforderten.
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mit Ihrem Hund machen?
Wunderbar! Dies wird für Sie und Ihren Hund
sicher eine wunderschöne
und erholsame Zeit. Jedoch könnte dieser Urlaub
unter Umständen für Sie
und Ihren Vierbeiner zu einem Horrorurlaub werden!
VORSICHT, wenn Ihr Urlaubsziel NIEDERLANDE ist!
In den letzten Wochen häufen sich die
Warnmeldungen an Tierschützern
bzgl. Urlaub in den Niederlanden.
Immer wieder wurden wir Tierschützer gefragt, ob
auch Hunde von
Touristen, welche mit Pitbulls oder American
Staffs oder deren Mixe
bzw. Hunde die ähnlich aussehen, in Holland
beschlagnahmt und getötet
werden könnten.
Ganz klar ist, alle Hundebesitzer, die Mischlinge
mit breitem Kopf und
kurzem glatten Fell haben, sollten nicht nach
Holland reisen!
Es geht hier nicht nur um sogenannte
"Anlagehunde"!
Was wissen wir was in den "Augen des
Betrachters" als Anlagehund
eingestuft wird?
Was, wenn ein Labrador-Mix, ein Boxer-Mix
oder ein Bracken-Mix usw. vom
Betrachter als "Anlagehund" eingestuft
wird?
Schön wäre es, wenn sich Halter anderer Rassen
sich mit den Besitzern
der "Anlagehunden" solidarisieren würden
und die Niederlande als
Urlaubsziel meiden würden.
Hier Auszüge aus der Antwort der niederländischen
Botschaft, Berlin auf
die Frage wie das Gesetz "angewendet"
wird:.
Seit 1993 ist die Einfuhr in die Niederlande von
Hunden des Typs
Pitbull-Terrier verboten. Dies sind Hunde, die in
wesentlichem Maße den
Kennzeichen entsprechen, die in der Regelung über
aggressive Tiere (RAD)
aufgeführt sind. Für Hunde, die sehr den
Pitbullartigen gleichen, wie z.
B. den amerikanischen Staffordshire-Terrier und
den Bullterrier, gilt,
dass sie nur dann erlaubt sind, wenn sie einen
durch die Fédération
Cynologique Internationale ( FCI) anerkannten
Stammbaum haben.
Hiervon kann keine Ausnahme gemacht werden; auch
nicht für die Hunde,
die allen deutschen Regelungen genügen.
Wenn man in den Niederlanden mit o.a. Hundetyp,
dessen Einfuhr in die
Niederlande verboten ist, angehalten wird, dann
wird der Hund
beschlagnahmt....
Mit freundlichem Gruß
J. L.
Botschaft des Königreichs der Niederlande
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